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Freddy2

ha... endlich was über meine Verwandtschaft   ... ist aber nicht sehr schmeichelhaft

.Na ja ... sind auch nur “weitläufige” Verwandte. Ich gehöre ja zur Gattung der “Comic-Ratten”(Rattus cartoonis comicus) !!.

Wanrat
HaMaus

Schadnager

Zu den bei uns häufig vorkommenden Arten gehören:

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1. Hausmaus (Mus musculus)

2. Wanderratte (Rattus norvegicius)

3. Hausratte (Rattus rattus)

                             

    Gemeinsames Merkmal aller Schadnager ist deren ständig nachwachsendes, sich selbst schärfendes Nagergebiß. Durch Fraß an Lebensmitteln sowie Verunreinigungen durch Kot und Urin verursachen sie alljährlich Schäden in Millionenhöhe. Bedeutende Schäden werden aber auch durch Nagetätigkeit an Schläuchen und Elektrokabeln verursacht. Brände sind keine Seltenheit!

Hausmäuse haben sich im Verlaufe ihrer Entwicklung perfekt an den Lebensraum des Menschen angepaßt. Sie werden heute größtenteils durch Warentransporte eingeschleppt bzw. wandern im Herbst aktiv in Gebäude ein. Die Hausmaus lebt im Familienverband in relativ kleinen Territorien. Dies können alle trocken geschützten Plätze mit gutem Nahrungsangebot sein. Als Nahrung bevorzugt die Hausmaus Getreideprodukte, kann sich jedoch im Prinzip auch von anderen Nahrungsmitteln des Menschen (z.B. Käse, Süßwaren, usw) ernähren. Ihr Verhalten ist sehr durch Neugier geprägt. Die Nachkommenschaft eines Mäusepaares kann pro Jahr ca. 50 betragen. Diese Zahl erhöht sich beträchtlich, wenn man bedenkt, daß die Gecshlechtsreife schon nach 1,5 Monaten erreicht ist.

Wanderratten haben sich in den letzten Jahren trotz vieler Bekämpfungsmaßnahmen besonders in städtischen Kanalisationen zur Ungezieferplage Nr. 1 entwickelt. Der Körperbau der Wanderratte ist plump, ihr Schwanz ist kürzer als der Körper. Wanderratten sind gute Schwimmer. Sie leben in Rudeln von bis zu 100 Tieren zusammen und besiedeln in Bauwerken hauptsächlich die unteren, dunklen, feuchten Bereiche. Außen legen sie Erdnester mit entsprechenden Gangsystemen an. In Gebäude dringen sie z.B. durch defekte Abflußrohre, Boden- und Wandöffnungen, auch Tore usw. ein. Der Aktionsradius eines Rudels ist relativ groß. Die Wanderratte ist ein sogenannter “Allesfresser”,- gewöhnt sich jedoch schnell an bestimmte Nahrung und kann sich so zum “Nahrungsspezialisten” entwickeln. Dies ist besonders von Bedeutung  für die Bekämpfung mit Ködern. Ein Wanderrattenpaar kann pro Jahr unter günstigen Bedingungen ca. 100 Nachkommen haben. Unter Berücksichtigung der Vermehrungsfähigkeit aller Nachkommen ist so eine theoretische Vermehrungszahl von 200.000 Tieren möglich.

Die Hausratte kommt deutlich seltener vor als die Wanderratte. Ihre weiteren Namen “Dachratte” und “Schiffsratte” bezeichnen Lebensraum und Einschleppweg. Als ehemaliges Baumtier bewohnt die Hausratte die oberen Gebäudeteile. Eingeschleppt wurde die Hausratte mit Schiffen aus subtropischen Gebieten. Sie benötigt demzufolge auch eine wesentlich höhere Umgebungstemperatur als die Wanderratte. Die Vermehrungsrate ist ebenfalls deutlich niedriger. Sie hat durchschnittlich 2 - 3 Würfe pro Jahr mit ca. 6 Jungen. Die Hausratte ist ein gewandter Kletterer. Man findet sie oft in Kornspeichern, wo sie auch genügend Nahrung findet. Sie ernährt sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten (Getreideerzeugnisse, Obst, Gemüse). Der Körperbau der Tiere ist schlank. Ihre Reviere wechseln sie kaum.

Gesundheit

Besonders Wanderratten und Hausmäuse können eine Reihe von Krankheiten übertragen. Zu den gefährlichsten Krankheiten gehören die Pest (Übertragung durch Rattenfloh!), die Weilsche Krankheit (Leptospieren), Tollwut, Ruhr, Tuberkulose, Salmonellosen sowie verschiedene Wurm- und Pilzerkrankungen. Diese Aufzählung  macht deutlich, daß Schadnagerbefall keine Bagatelle ist und die Bekämpfung in die Hände eines Fachmannes gehört!

Bekämpfung - Richtlinien

Neben mechanischen Methoden (Schlagbügelfallen, Leimfallen (in D verboten) oder Einsetzen natürlicher Feinde (Katzen, best. Hunderassen), hat heute in Industrie und Gewerbe sowie im öffentlichen Bereich die chemische Bekämpfung die größte Bedeutung erlangt. Dies deshalb, weil bei fachgerechtem Vorgehen die größte Wirkung  und Sicherheit erzielt wird. Man setzt heute verschieden Köder- und Kontaktmittel ein. Die Wirkstoffe sind Antikoagulantien. Das sind Stoffe, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes beeinträchtigen. Es kommt nach einiger Zeit zur (schmerzlosen) inneren Verblutung der Tiere. Ein Warnen von Artgenossen, wie bei früher verwendeten Akutgiften (z.B. Zink, Arsen), ist nicht mehr möglich. Die Gesamtheit der verwendeten Gifte zur Schadnagerbekämpfung nennt man  Rodentizide.

Ihre Anwendung unterliegt dem Pflanzenschutz- und Tierschutzgesetz. Bekämpfungsgarbeiten dürfen nur von Sachkundigen durchgeführt werden. Eine offene Köderauslage ist verboten.



 
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